„Gründerzeit-Häuser und ihre Tücken“

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. Gründerzeithaus: Bei der Sanierung müssen Eigentümer oft besondere Vorgaben beachten.
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„Gründerzeit-Häuser und ihre Tücken“

Altbauten aus der Gründerzeit sind charmant, aber oft sanierungsbedürftig. Denkmalschutz, Schadstoffe oder feuchte Keller können die Modernisierung kompliziert machen. Welche Förderungen helfen.

Hohe Decken, stuckverzierte Fassaden und Kastenfenster: Immobilien aus der Gründerzeit rund um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind ein Blickfang. Dank hochwertiger Materialien lassen sie sich meist gut sanieren. Abstriche gibt es jedoch bei Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Schallschutz – vor allem bei denkmalgeschützten Gebäuden oder besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Dann gelten spezielle Vorgaben. Ob das auf ihre Immobilie zutrifft, erfahren Eigentümer bei der Kommune. Viele bauliche Änderungen müssen sie anschließend mit der Denkmalbehörde abstimmen.

In fast allen Gebäuden, die in den vergangenen 80 Jahren saniert wurden, finden Schadstoffe.

Bernhard Bramlage, Architekt

Doch vieles davon ist machbar, sagt der Düsseldorfer Architekt Bernhard Bramlage, der bereits zahlreiche historische Gebäude saniert hat. „Meist ist es auch bei Denkmalschutz problemlos möglich, eine neue Heizung einzubauen, das Dach zu dämmen und alte Fenster zu ertüchtigen.“ Eine Dämmung der Außenwände ist oft zumindest auf der Rückseite möglich – viele Gründerzeithäuser sind dort schmucklos und daher nicht denkmalgeschützt. An der Fassade, die vom Charme der Gründerzeit geprägtist, geht das naturgemäß nicht. Dann kommt eine Innendämmerung infrage. „Häufig ist das aber gar nicht nötig, weil Gründerzeitimmobilien oft Teil eines Häuserblocks sind und viele Fenster haben“, sagt Bramlage. //

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