Rem Koolhaas „a kind of architect“ in der Black Box Düsseldorf

Während des Monats März zeigt das Filmmuseum Düsseldorf, in der Black Box, jeden Mittwoch Architekturfilme. Es handelt sich um einen Filmezyklus mit dem Namen „Architektur & Film, Visionen für die Zukunft- Architekten im Portrait“.

Letzten Mittwoch waren meine Arbeitskollegen und ich in der ersten Vorführung. Der erste Dokumentarfilm, mit dem Namen „a kind of architect“, war über den holländischen Architekten Rem Koolhaas. Er gibt einen Überblick über Rem Koolhaas Berufsleben, der dem Zuschauer einige Werke und Hauptideen näher bringt.

Der Film setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil des Filmes beinhaltet als Ausgangspunkt die Ausbildungsjahre von Koolhaas, seine Einfälle bei den Dreharbeiten und im Journalismus, sowie seine Einflüsse und seine Verbindung zur Architektur.

Zudem macht der Dokumentarfilm Anspielungen auf sein Universitätsprojekt an der Berliner Mauer, seine OMA Architekten Stiftung und die Plattform AMO, sein Buch über Manhattan „Delirious New York“, seinen Vorschlag einer europäischen Flagge und das Projekt für die Prada-Geschäfte.

Der zweite Teil stellt grundlegende Vorstellungen einiger Hauptprojekte des Architekten dar, wie z.B. Casa da Musica in Porto, die holländische Botschaft in Berlin und die Central Chinese Television Büros in Peking.

Der Dokumentarfilm bietet die Möglichkeit, Rem Koolhaas selbst zu hören, weil er einige seiner Ideen und Projekte kommentiert, wie z.B. die Bedeutung seiner Behauptung „Fuck Context“. Der Film beinhaltet auch Zeugnisse von anderen Mitgliedern der OMA Gruppe (wie des Ingenieurs und Designers Cecil Balmond), sowie Kritiker (wie Chris Dercon) und andere Architekten (wie Richard Meier).

Verstörende Bilder und schrille Töne begleiten diese Dokumentation. Das kann einen manchmal nervös machen. Andererseits bewirkt er gleichzeitig, dass der Zuschauer in seinen Bann gezogen wird. Ich war überrascht, dass der Film sich nicht nur auf die Werke des Architekten konzentriert, sondern durch die Vision bei den Dreharbeiten und des besonderen Blickwinkels im Bereich Architektur, Koolhaas den Blick des Zuschauers weitet. Die zeichnet Koolhaas als bedeutenden Theoretiker und Architekten aus.

OMA-Projekte können wir immer über das Internet oder in Bücher oder Magazine finden. Aber dieser Film geht weiter und wir können in ihm sehen, wie Koolhaas uns Konzepte der Architektur bietet, die wir vielleicht normalerweise nicht realisieren und die uns helfen eine offener Denkweise zu erhalten, damit wir eine reichhaltige Architektur entwickeln können. Er ist ein Meister der Diagramme und Piktogramme, und seine Projekte sind bis ins letzte Detail geplant.

Koolhaas hat sowohl Befürworter als auch Kritiker, aber man kann sehr interessante Aspekte von ihm lernen und wer weiß, ob wir vielleicht eines Tages das „Fuck Context“ Konzept übernehmen können und uns nicht darum sorgen müssen, was die Gesellschaft denkt.

Ich empfehle Ihnen den Dokumentarfilm zu sehen!

Mercedes Martínez Almarza

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